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03.05.2012 - Übersicht | Drucken

Kein Kitazwang in NRW!

Bernhard Schemmer MdL:

In einem Interview hat Ministerpräsidentin Kraft kürzlich ihr Konzept für die Kinderbetreuung offenbart: Sie will schon kleine Kinder in die Kita zwingen.

 

Ich darf Frau Kraft aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) vom 29. April wörtlich zu Kitas zitieren: „Dann müssen wir aber auch sicherstellen, dass alle Kinder da sind.

 

Frau Kraft versucht jetzt, ihre Aussage als missverstanden abzutun.

 

Dabei hat sie sich nach Ostern in der Emsdettener Volkszeitung ähnlich ausgedrückt, ich zitiere: „In der Kita beginnt Bildung. Darum müssen auch alle Kinder da sein.

 

Sie sehen: Bei der Aussage von Frau Kraft in der FAS handelt es sich nicht um ein einziges, möglicherweise ‚unglückliches’, Zitat von Frau Kraft.

 

Es geht um viel mehr: Der Kitazwang zeigt das gesellschaftspolitische Ziel der SPD. Aus Sicht der SPD ist der Staat der bessere Erzieher.

 

Die SPD wünscht sich, und das hat Frau Kraft im TV-Duell erneut betont, dass „möglichst alle“ Kinder in der Kita sind.



Frau Kraft und die SPD verwechseln mal wieder Chancengerechtigkeit mit Gleichmacherei. Die Sozialdemokraten wollen die Erziehung der Kinder dem Staat überlassen, weil sie den Eltern nicht zutrauen, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen

 

Und es gibt weitere Unterstützer für einen Kitazwang in der SPD, übrigens nicht nur in NRW. Dazu gehören:

  • der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Thomas Stotko,
  • der finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Ratsfraktionsvorsitzende in Köln Martin Börschel,
  • der NRW-Juso-Vorsitzende Veith Lemmen.

 

 

Die CDU sieht das ganz anders:

 

Für uns steht die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder immer an erster Stelle. Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Eltern frei entscheiden können, wie ihre Kinder betreut werden sollen. Einen Kitazwang lehnen wir ab.

 

Ich bin mir sicher, dass die Eltern bei uns im Münsterland selber entscheiden wollen, ob und ab wann sie ihr Kind in einer Kita betreuen lassen.

 

Unabhängig davon müssen – für eine Wahlfreiheit – natürlich mehr Betreuungsplätze für Unterdreijährige her. Rot-Grün hat es leider versäumt, die unter Armin Laschet begonnene Dynamik beim U3-Ausbau – von 11.800 (2005)auf 88.664 in (2010) – fortzusetzen.

 

Für die CDU zählt der Elternwille. Eltern können am besten entscheiden, wer ihr Kind betreuen soll. Aber damit wir von einer echten Wahlfreiheit sprechen können, darf es eben keinen Zwang geben, sein Kind in der Kita betreuen zu lassen.

 

Die SPD will Kitazwang, die SPD will Bevormundung, die SPD will, dass der Staat unsere Kinder erzieht.

 

Wir als CDU, ich als Kandidat für den Wahlkreis Coesfeld I/ Borken III und Norbert Röttgen als Spitzenkandidat der NRW-CDU, stehen für eine Wahlfreiheit der Eltern.


   
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