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14.03.2012 - Übersicht | Drucken

Wie befürchtet: Familienzentren für den Kreis Coesfeld gestrichen

Bernhard Schemmer MdL:

„Der Kreis Coesfeld spielt bei der jetzt anlaufenden nächsten Ausbaustufe der Familienzentren bei der rot-grünen Landesregierung keine Rolle mehr. Das ist ein dickes Ding“, erklärt Bernhard Schemmer MdL heute nach Erhalt einer von Familienministerin Ute Schäfer vorgestellten Liste.



Sein Kollege Werner Jostmeier MdL ergänzt: „Aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Hatte die alte CDU-geführte Landesregierung noch den weiteren Ausbau von 1.000 Familienzentren geplant, so fällt die neue Landesregierung weit hinter diese Planungen zurück.

Konkret bedeutet das für den Kreis Coesfeld, dass ganze 9 Familienzentren weniger geschaffen werden.“ Betroffen sind davon Billerbeck, Havixbeck, Rosendahl, Olfen, Nordkirchen sowie jeweils zweifach Lüdinghausen und Nottuln.

 

Hintergrund: Die von der schwarz-gelben Vorgängerregierung im Jahr 2007 erfolgreich ins Leben gerufenen Familienzentren wurden anhand eines Verteilungsschlüssels in NRW auf die Kreise verteilt. Für den Kreis Coesfeld waren bis Ende 2012 Jahr 29 Familienzentren vorgesehen. Von diesen sind mittlerweile 20 realisiert.

 

Nach einem einjährigen Bewilligungsstopp im Jahr 2011 und einer Presseäußerung der Ministerin im Dezember, dass „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ künftig vorrangig berücksichtigt werden, werden nun Standorte von der rot-grünen Landesregierung bedacht, die eine entsprechend hohe Zahl von „Kindern unter 7 in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II“ und „Abgänger ohne Schulabschluss“ aufweisen.

 

„Diese Kriterien sind kein adäquater Maßstab für den Ausbau der Familienzentren“ sind sich die Abgeordneten einig.  „Eine Versorgung mit Beratungs- und Bildungseinrichtungen muss zunächst einmal in der Fläche ausreichend erfolgen. Wenn das gewährleistet ist, dann kann man in Problembezirken der Ballungsräume verstärkend eingreifen“, erläutert Jostmeier seinen Ärger über die heutige Ankündigung. „Der ländliche Raum bleibt bei diesen Kriterien langfristig auf der Strecke und wird noch dafür bestraft, dass er ein besseres Bildungs- und geringeres Armutsrisiko aufweist“, ergänzt Schemmer. „Tatsache ist aber, dass auch die ganz normale Durchschnittsfamilie ohne Migrationshintergrund von einem Familienzentrum profitiert. Diese Familien bleiben jedoch auf sich alleine gestellt. Und das ist unfair.“, schließt Schemmer.


   
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