Jede Woche verläuft natürlich etwas anders, aber damit Sie zumindest einen kurzen Einblick in meine politische Arbeit bekommen, habe ich eine Kalenderwoche als Beispiel für meine politische Arbeit aufgeführt. So verschieden die Wochen in ihren Abläufen auch sein mögen, eines bleibt immer gleich: Es gibt in jeder Woche viele Papiere zu lesen: Anträge, Kleine Anfragen, Gesetze und Gesetzentwürfe, Stellungnahmen, Briefe aus dem Wahlkreis und vieles mehr. Diese Arbeit nimmt einen nicht unerheblichen Raum ein. Auch die Teilnahme an Sitzungen und deren Vorbereitung ist wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit. Hierzu gehören nicht nur Plenar- und Fraktions- sitzungen, sondern auch solche von Arbeitskreisen und Ausschüssen. Daneben gibt es viele offizielle Termine und Gesprächsrunden mit Kollegen/-innen bzw. Mitarbeitern/-innen der verschiedenen Ministerien. Montag Zunächst verschafffe ich mir einen Überblick über die Termine und Themen der neuen Woche. Ich plane mit meiner Mitar-beiterin die zu erledigende Arbeit, zum Beispiel muss eine Rede, die ich bei der nächsten Plenarsitzung halten möchte, vorbereitet werden. Mit dem Pressereferenten gehe ich an-schließend die Pressemitteilungen des vergangenen Wochenendes durch bzw. wir besprechen Ideen für eigene Pressemitteilungen. Dann erledige ich Telefonate, beantworte Briefe und kümmere mich um Petitionsangelegenheiten. In den meisten Wochen trifft sich am Nachmittag der Arbeitskreis Sport, um die Standpunkte der CDU im Ausschuss für Sport festzulegen. Schließlich bereite ich mich noch auf die morgige Fraktionssitzung vor. Dienstag Der Tag beginnt mit der sog. Münsterland-Runde. Das ist ein regelmäßiges Treffen aller münsterländischen CDU-Abge-ordneten. Anschließend findet die wöchentliche Fraktions-sitzung der CDU statt. Hier werden die Weichen gestellt für die Plenarwoche, mögliche Probleme und Konflikte analysiert und Vorgehensweisen abgestimmt. In der Fraktionssitzung fallen die Entscheidungen für das Verhalten der Fraktion im Landtag. Danach treffen sich regelmäßig die Mitglieder des Sportaus-schusses. Der späte Nachmittag ist ausgefüllt mit dem Schreiben und beantworten von Briefen. Darüber hinaus bespreche ich mit meiner Mitarbeiterin das weitere Wochen-programm. Abends bin ich auf Veranstaltungen (z.B. Fraktionssitzung, Kreistagssitzung, Jahreshauptversammlung etc.) im Wahlkreis eingeladen. 
Heinrich Kruse MdL, Bernhard Tenhumberg MdL, Bernhard Schemmer MdL und Dr. Renate Düttmann-Braun MdL im Fraktionssaal der CDU im nordrhein-westfälischen Landtag Mittwoch Mittwoch und Donnerstag finden regelmäßig Plenarsitzungen statt. Sie beginnen um 10.00 Uhr und dauern meistens bis in die Abendstunden. Es ist ein Irrglaube, dass die Abgeord-neten die ganze Zeit im Plenarsaal sitzen und zuhören, was ihre Kollegen bzw. die Abgeordneten der anderen Partein vortragen. Die eigentliche Arbeit findet nämlich in den Fach- ausschüssen statt. Jeder Abgeordnete geht zu den Themen mit denen er sich vorwiegend beschäftigt ins Plenum. Natürlich ist er bei allen Abstimmungen anwesend. Die übrige Zeit ist vollgestopft mit Terminen. Plenartage sind die Tage, wo sich viele wichtige Leute im Landtag aufhalten. Sie laden ein zu Gesprächsrunden bzw. ist das die Gelegenheit für die Abgeordneten, sich mit ihnen zu bestimmten Themen zu verständigen. So können viele Dinge am Rande des Plenums geklärt werden. Daneben besuchen an diesen Tagen viele Besuchergruppen den Landtag. Auch für diese stehen die Abgeordneten gern zur Verfügung. Insgesamt sind das sehr hektische Tage. In den Wochen, wo keine Plenarsitzungen stattfinden, bin ich mittwochs oft den ganzen Tag in meinem Wahlkreis unterwegs und stehe den Menschen dort bzw. ihren gewählten Vertretern Rede und Antwort. In regelmäßigen Abständen plant auch die "Münsterlandrunde" auswertige Termine. Zum Beispiel be-suchen wir Unternehmen, Treffen uns mit Vertretern von Vereinen und Verbänden oder mit Bürgermeistern /-innen. So bekommen wir einen Einblick in deren Arbeit und können ihre Sorgen und Nöte besser verstehen. Donnerstag
Plenarsitzungen erstrecken sind regelmäßig über 2 Tage. Ich kann insoweit auf das zum Mittwoch Gesagte verweisen. In den Wochen, wo keine Plenarsitzung stattfindet, erledige ich zunächst die anfallende Büroarbeit. Vormittags trifft sich regelmäßig der Arbeitskreis Bauen und Verkehr. Das sind alle CDU-Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Verkehr, die darüber abstimmen, wie der gemeinsame Standpunkt zu den einzelnen Themen im Ausschuss lauten soll. Am Nachmittag findet dann die Ausschusssitzung statt, wo Abgeordnete aller Parteien Mitglied sind. Am Abend richte ich z.B. eine Informa-tionsveranstaltung zum Thema "Umnutzung landwirtschaftlich genutzter Gebäude" irgendwo im Wahlkreis aus. Dieses Thema besitzt gerade im Münsterland eine hohe Brisanz. Dank meiner Initiative, wurde die sog. "Sieben-Jahres-Frist" nochmals aus-gesetzt. Gleichwohl sind mit der Umnutzung weitere Probleme für die Betroffenen verbunden. Deren Fragen stehe ich an diesem Abend Rede und Antwort. Freitag An diesem Tag bin ich regelmäßig bei den verschiedensten Veranstaltungen im Wahlkreis eingeladen. Wenn ich Zeit finde, versuche ich an diesem Tag meinen ursprünglichen Beruf als Öffentlich bestellter Vermessungs- ingenieur auszuüben. Diese Arbeit verschafft mir Unab- hängigkeit und einen gewissen Abstand zu meiner politischen Tätigkeit. Das erleichtert manche Entscheidung, die ich zu treffen habe. Samstag
An Samstag empfange ich z.B. eine Besuchergruppe im Landtag oder bin zu Schützenfesten, Einweihungsveranstaltungen,etc. eingeladen. 
Landtag Nordrhein-Westfalen, Foto: B. Schälte Sonntag Keine offiziellen Termine – mal privat sein. |